
Die selbständige Mediengestalterin Franziska Poppe, wohnhaft in Heeslingen an der oberen Oste, wurde durch ihren Vater, der Jäger ist, auf die Natur und Tierwelt aufmerksam gemacht und erwarb 2019 ebenfalls ihren Jagdschein.
Die Hege ist ein essentieller Bestandteil der Jagdausübung. Dazu gehören u.a. auch die Maßnahmen zur Vermeidung des Mähtods, um den Fortbestand der Tiere zu sichern.
Franziska ging mit den Jägern und Helfern durch die Felder, um Kitze und Bodenbrüter vor Beginn der Mahd zu retten.
Bald stellte sie fest, wie uneffektiv das Suchen nach den Jungtieren in den Feldern ist, weil von 40 Hektar nur ein kleiner Teil, ca. vier Hektar, zu Fuß abgesucht werden kann. Sie machte sich Gedanken, wie dieses Problem besser gelöst werden könnte. Durch intensive Recherchen entdeckte sie die Wärmebilddrohnen. Daraufhin begann sie Spendengelder zu sammeln und fand heraus, dass die Geräte vereinsförderungswürdig sind und gründete den Verein „Wilder Norden“.
Seit 2021 wurden bis jetzt 2 Drohnen und die entsprechende Ausrüstung gekauft. Eine Drohne kostet bis zu 7.000 Euro und die Drohne benötigt sieben bis acht Akkus, die pro Stück bis zu 300 Euro kosten. Mit dieser Ausrüstung ist die Kitzüberwachung rund um Anderlingen und Meinstedt abgedeckt. Gerne würde sie die Flächenüberwachung erweitern.
Franziska Poppe übt ihre Rettungstätigkeit ehrenamtlich aus und arbeitet während der Grasmahd nur halbtags, um die umfangreiche Arbeit für die Drohnenprogrammierung und Kitzrettung zu bewerkstelligen.
Franziska Poppe hat sich um das Osteland verdient gemacht.
Sponsor: Reinhard Lindenberg
Laudatio: Christel Mix