Kirschlorbeer ist sehr problematisch!


„Beliebt in vielen deutschen Gärten: der Kirschlorbeer. Er wächst schnell, ist robust und bietet Sichtschutz. Was den meisten Menschen aber nicht bekannt ist, sind seine negativen Seiten. Und die überwiegen“ So Manfred Radtke vom BUND Rotenburg.

Kirschlorbeer ist ein Neophyt, in der Schweiz ist sein Verkauf verboten. Er breitet sich schnell aus, da Amseln und Drosseln seinen Samen fressen und diese dann in der freien Natur landen. Dadurch werden heimische Pflanzen verdrängt. Ökologisch wertvoll ist er nicht, da seine Blüten kaum Pollen und Nektar enthalten. Für Schmetterlinge und Wildbienen ist er wenig interessant. Alle Teile der Pflanze sind giftig, sie enthalten Blausäure. Daher ist Vorsicht beim
Beschneiden angesagt. Das Schnittgut verrottet schlecht und ist für den eigenen Kompost ungeeignet.

Radtke: „Erfreulicherweise gibt es heimische Pflanzen als Ersatz für Kirschlorbeer. Diese bieten ebenfalls Sichtschutz, sie sind für einen insektenfreundlichen Garten bestens geeignet: Liguster, Hainbuche, Berberitze, Weißdorn, Feldahorn, Roter Hartriegel und Kornelkirsche. Gartenbesitzer können damit einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.“
Der BUND würde sich wünschen, wenn bei der Neuanlage von Hecken künftig diese heimischen Pflanzen verwendet werden.