Granstedt
Komm, mach mit!

Grünes Netz Oste – Natur und Umwelt

Bitte keine Wasservögel füttern!


Wasservögel

Foto: pixabay.com

Der BUND Weser-Elbe bittet Urlauber und Einheimische, auf die Fütterung von Wasservögeln – besonders in Parks und Grünanlagen – zu verzichten, da sie sowohl den Tieren als auch den Gewässern schadet.
Mehr dazu
Vogelfütterung im Garten


Der Regenwurm im Porträt

Zum “Tag des Regenwurms” am 15.02.2022 hat der NABU den “emsigen, aber lichtscheuen Gesellen” portraitiert.
Zum Beitrag


Signatur ÖNSOR

Gemeinsames Engagement für den Feuersalamander


ÖNSOR, Naturschutzamt und Niedersächsische Landesforsten setzen sich zusammen mit Anwohnern für den Schutz des seltenen Lurchs im Braken ein

Harsefeld. Der Braken bei Harsefeld beherbergt eine der wenigen Vorkommen des Feuersalamanders im Landkreis. Gleichzeitig bildet er die nördlichste Verbreitungsgrenze der Art. In einem gemeinsamen Artenschutzprojekt wollen die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR), das Naturschutzamt Stade und die Niedersächsischen Landesforsten (Forstamt Harsefeld / Revierförsterei Rüstje) mehr über seine Wanderbewegungen erfahren, um damit den Fortbestand des seltenen Lurchs zu sichern.

Junger Feuersalamander

Schnell übersehen: Nur wenige Zentimeter großer junger Feuersalamander auf der Wanderung, Foto: S. Pils, ÖNSOR

„Leider hat das Projekt einen traurigen Hintergrund“, erklärt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes in Stade. „Wir erhielten im letzten Jahr mehrere Hinweise aus der Bevölkerung über tote Feuersalamander auf den Waldwegen“, so Dr. Andreas. „Wir haben dann kurzerhand zusammen mit dem Naturschutzamt und dem Forstamt Harsefeld einen Amphibienschutzzaun im betroffenen Wegeabschnitt errichtet“, ergänzt Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR.“ „In nur einem Monat hatten wir über 50 Feuersalamander an dem Schutzzaun“, berichtet Hauke Klattenberg, Mitarbeiter des Forstamtes Harsefeld und Fachmann für Waldökologie und Naturschutz. „Die hohe Zahl hat uns alle überrascht und verdeutlicht uns den dringenden Handlungsbedarf“, ergänzt Arne Riedel, Leiter des Forstamtes.

Die Kooperationspartner vor dem Amphibienschutzzaun im Braken

Die Kooperationspartner vor dem Amphibienschutzzaun im Braken: Julian Mattes (ÖNSOR), Hauke Klattenberg (Forstamt Harsefeld) und Dr. Uwe Andreas (Naturschutzamt Stade) – von links, Foto: Foto: S. Pils, ÖNSOR

Aus Artenschutzsicht wäre die sicherste Methode eine Wegesperrung während der Frühjahrswanderung, die sich auch auf Radfahrer und Fußgänger erstreckt, um ein Überfahren und Tottreten der Lurche zu vermeiden. Doch das kommt für die Kooperationspartner nicht in Frage. „Der Braken ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet, durch den einer der beliebtesten Radwege der Region führt. Das würde bei der Bevölkerung nicht gut ankommen“, erklärt Riedel.
Es galt daher eine innovative Lösung zu finden, die allen Ansprüchen gerecht wird: Die Kooperationspartner planen eine Leiteinrichtung mit speziellen Amphibientunneln, so dass die Tiere sicher unter die betroffenen Wegeabschnitte hindurch gehen können. Das muss gut geplant werden. In diesem Frühjahr wurde deshalb an zwei betroffenen Abschnitten des Forstweges wieder ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. „Es gilt vor allem die richtigen Wegeabschnitte für die spätere Leiteinrichtung zu identifizieren,“ so Julian Mattes, Mitarbeiter der ÖNSOR, der den Aufbau des modernen Schutzzaunes der Firma Zieger-Amphibienschutz koordinierte. Der spezielle Zaun wurde extra für die Untersuchung angeschafft, die Kosten hierfür stemmte im Wesentlichen der Landkreis Stade. Die Betreuung des Zaunes wurde von ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Hierfür bedanken sich die Kooperationspartner nochmals herzlich.



Frühlingserwachen im Braken


Harsefeld. Der historisch alte Wald zeigt sich im Frühling besonders blütenreich. Die vielen Frühblüher sind als Bestandteil der artenreichen Vegetation im Braken ein Zeichen für einen naturnahen Waldzustand. Darüber freuen sich die Landesforsten Niedersachsen, das Naturschutzamt Stade und die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖSNOR), die zum Schutz des Waldes kooperieren.

Frühblüher, auch Frühjahrsgeophyten genannt, sind echte Schnellstarter und vollziehen Wachstum, Blüte und Samenbildung bevor die Bäume ihre Blätter entfalten. Aus Gärten und Parkanlagen kennt man vor allem Schneeglöckchen und Krokusse als erste Frühlingsboten.In naturnahen Wäldern wie dem Braken wachsen eine Reihe weiterer hübscher Frühblüher
wie das seltene Lungenkraut.

Blühendes Lungenkraut (Pulmonaria obscura) im Braken

Blühendes Lungenkraut (Pulmonaria obscura) im Braken Foto: © Hannah Kohlhagen, ÖNSOR

Der Braken ist mit seinen alten Buchenbeständen und Feuchtwäldern als gut 650 ha großes Naturschutz- und „Natura 2000“-Gebiet (entsprechend der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU) geschützt. „Als Naturwald werden 380 ha nicht bewirtschaftet, sondern können sich natürlich entwickeln. In diesem feuchten und artenreichen Bereich werden auch abgestorbene Bäume belassen damit wertvolles Totholz entsteht.“, erklärt Hauke Klattenberg,

Ansprechpartner für Waldökologie und Waldnaturschutz der Landesforsten Niedersachsen. „Naturnahe Wälder zeichnen sich durch eine besonders artenreiche Bodenvegetation, die sogenannte Krautschicht, aus. Die Frühblüher spielen dabei meist eine wichtige Rolle und zeigen auch die Feuchte- und Nährstoffverhältnisse des Waldbodens.“, erläutert Hannah Kohlhagen, Botanikerin der ÖNSOR. Der aufmerksame Spaziergänger kann am Wegesrand im Braken verschiedene Frühblüher finden. Weit verbreitet sind Teppiche des gelben Scharbockskrautes und der weißen Buschwindröschen. Das gelb-grüne Milzkraut an feuchten Stellen am Grabenrand ist schon schwieriger zu entdecken. Ebenfalls entlang des Weges wächst das seltene Dunkle Lungenkraut (botanischer Namen Pulmonaria obscura), das kalkreiche Böden bevorzugt. Die 15 – 30 cm große Pflanze ist dicht behaart und gehört zu den
Borretschgewächsen. Besonders sind die kleinen rötlichen Blüten, die sich mit zunehmender Blühdauer bläulich färben. Es wird vermutet, dass dies Bestäuber zu den jüngeren, nektarreichen Blüten locken soll. Frühblüher sind insgesamt für viele Insekten als erste Nahrungsquelle sehr wichtig. „Auch deshalb bitten wir alle Spaziergänger Vegetation und Tiere nicht zu stören und die Wege nicht zu verlassen. Nur so kann sich der Wald gut entwickeln.“, betont Hauke Klattenberg.

Teppich des gelb-grünen Milzkrauts (Chrysosplenium alternifolium)

Teppich des gelb-grünen Milzkrauts (Chrysosplenium alternifolium) Foto: © Hannah Kohlhagen, ÖNSOR



Mit Engagement und Tatendrang für Zauneidechse und CO.


ÖNSOR/NABU Bremervörde-Zeven, Landschaftswart und Landkreis pflegen Heidefläche auf dem Elmer Berg

Bremervörde/Elm. Um die Heideflächen auf dem Elmer Berg offenzuhalten, wurde in einem von der Ökologischen NABU-Station Oste Region (ÖNSOR) organisierten Pflegeeinsatz mit ehrenamtlichen Helfern des NABU Bremervörde-Zeven und dem zuständigen Landschaftswart junge Birken und Kiefern entkusselt. Damit setzen die engagierten Helfer die in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rotenburg durchgeführten Entwicklungsmaßnahmen fort.

„Die meisten unserer bis heute erhaltenen Heideflächen sind einst durch eine starke Nutzung der nährstoffarmen Sandböden entstanden“, erläutert Tobias Volk, Mitarbeiter des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege. „Das kann eine sehr starke Beweidung gewesen sein oder zum Beispiel auch durch Gehölzrodungen, wie hier am Elmer Berg“, so der Landschaftsentwickler weiter, der auch für die Pflege und Entwicklung der kreiseigenen Flächen zuständig ist. „Hier hatten die Engländer früher einmal einen Flugplatz betrieben, da brauchten sie ein freies Feld zum Starten und Landen“, weiß ein Anwohner zu ergänzen.

Heidelandschaften haben sich als wertvolle Biotope von zahlreichen, zum Teil gefährdeten Arten herausgestellt. Neben zahlreichen Arten der Insekten und Wirbellosen wie Heuschrecken, Tagfalter, Wildbienen und Spinnen, finden hier auch Reptilien und Vögel einen bedeutenden Lebensraum. „So ist hier am Elmer Berg unter anderem die europarechtlich geschützte Zauneidechse zu finden“, freut sich Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR.

Ehrenamtliche Helfer Elmer Berg

Ehrenamtliche Helfer des NABU Bremervörde-Zeven beim Entkusseln der Heideflächen Foto: Sarina Pils

Um diesen besonderen Lebensraum zu erhalten und vor der Sukzession zu bewahren, sind jedoch Pflegemaßnahmen notwendig. Seit 2019 wird ein Großteil der Flächen beweidet. Für die Bereiche außerhalb der Einzäunung muss die Maschine ran oder Hand angelegt werden. „Wir hatten zum Entkusseln aufgerufen, so wird das Herausziehen der jungen Bäumchen, inklusiver ihrer Wurzeln bezeichnet. Das ist sehr mühsam und eigentlich keine beliebte Tätigkeit. Aber bei dem Wort „Entkusseln“, müssen viele Helfer wohl an „kuscheln“ denken, dass motiviert doch den ein oder anderen mitzuhelfen“, schmunzelt die Landschaftsökologin der ÖNSOR. „Wir haben zwar viel geschafft, doch im Herbst geht es im nächsten Abschnitt weiter“.

Das Amt für Naturschutz und Landschaftspflege und die ÖNSOR möchten sich an dieser Stelle nochmals herzlich bei den ehrenamtlichen Helfern des NABU Bremervörde-Zeven bedanken.



Tatkräftiger Einsatz für bedrohte Moosbeere


ÖNSOR/NABU Bremervörde-Zeven und Landkreis entwickeln Moorlebensraum

Glinstedt. In einem gemeinsamen, kürzlich durchgeführten Pflegeeinsatz der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) und dem NABU Kreisverband Bremervörde-Zeven e.V. ging es jungen Birken und Kiefern „an den Kragen“. Sie beeinträchtigten einen der wertvollsten Moosbeerenbestände des Naturschutzgebietes „Huvenhoopsmoor“. Damit setzten die engagierten Naturschützer die gemeinsam mit dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege durchgeführten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zum Wohle des Schutzgebietes fort.

Fruchtende Moosbeere

Fruchtende Moosbeere, Foto: Hannah Kohlhagen, ÖNSOR



Für den Klimaschutz und Biodiversität

NABU-Station Oste-Region erhält Förderung für den Einbau von Moorwasserpegeln


Hochmoor-Bläuling

Männchen des in Niedersachsen vom Aussterben bedrohten Hochmoor-Bläulings beim Besuch an Glocken-Heide. Sein Überleben hängt vom konsequenten Schutz unserer verbliebenen Moore ab!
Foto: Dr. Hans-Bert Schikora

Kürzlich erhielt die Ökologische NABU Station OsteRegion eine Förderung in Höhe von 36.000,00 € von der belgischen VGP Foundation und der NABU Stiftung International für den Einbau von Moorwasserpegeln, um die Effizienz, der umgesetzten Maßnahmen im Landkreis Rotenburg und Stade langfristig überprüfen zu können. Dazu gehört auch die permanente Kontrolle des mooreigenen Wasserhaushaltes. So kann man ggf. nachjustieren und auch wichtige Erkenntnisse für künftige Projekte gewinnen.

Zur Pressemitteilung


Winterresidenz für Langohren


Fledermaus


ÖNSOR und Niedersächsische Landesforsten freuen sich über den Bezug ihres Fledermauswinterquartiers

Bevern. In einem Gemeinschaftsvorhaben der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) und den Niedersächsischen Landesforsten (Forstamt Harsefeld / Försterei Bevern) entstand im Jahr 2019 im Beverner Wald ein Winterquartier für Fledermäuse. Bei einer gemeinsamen Kontrolle konnten nun die ersten Bewohner nachgewiesen werden.

Winterquartier für Fledermäuse

Julian Mattes, wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖNSOR und Siegfried Rakowitz, Revierleiter der Försterei Bevern vor dem Winterquartier. Foto: Sarina Pils, ÖNSOR

Zur Pressemitteilung


Fressen für den Wiesenvogelschutz

NABU, Landkreis und Ostebüffel GbR entwickeln Nassflächen für Wiesenvögel

Elm. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege und der Ostebüffel GbR entwickelt die Ökologische NABU-Station Oste Region (ÖNSOR) Feucht- und Nassflächen für den Wiesenvogelschutz in Elm. Das Projekt wurde von der Deutschen Postcode Lotterie finanziell unterstützt.

Wasserbüffel für Elm

Wasserbüffel fressen für den Wiesenvogelschutz Foto: Sarina Pils, ÖNSOR

Zur Presemitteilung


Land fördert Anschaffung insektenschonender Mähtechnik


Stachelwalzenbalkenmäher

Land fördert Stachelwalzenbalkenmäher

NABU Station und Landkreis starten Projekt zur Entwicklung artenreicher Feuchtflächen in der Osteniederung

Mit Hilfe eines insektenschonenden und speziell für Nassflächen ausgerichteten Mähers plant die Ökologische NABU Station Oste Region (ÖNSOR) in Zusammenarbeit mit dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege Rotenburg artenreiche Feucht- und Nasswiesen in der Osteniederung zu entwickeln. Ziel ist vor allem die Förderung des Blühaspektes als Nektarspender für blütenbesuchende Insektenarten.

ÖNSOR und Landkreis freuen sich über Förderung

ÖNSOR und Landkreis freuen sich über Förderung (Fotos: ÖNSOR, Sarina Pils)


Kraniche mit Markierung bitte melden!

Einige Kraniche haben an den Beinen farbliche Markierungen, die gut zu sehen sind. Das sind Farbkombinationen, die eine bestimmte Bedeutung haben und nach denen die Tiere identifizierbar sind. Das heißt, wenn man einen Kranich mit Markierung sieht, soll man die Beobachtung melden. Alle Infos dazu auf https://www.kraniche.de/de/beringung.html.

Kraniche im Ahlenmoor

Der dritte Kranich von links trägt eine Kennzeichnung am Bein.


Moore


Moor bei Stade wird zum Wildnisgebiet

Um die Natur und biologische Vielfalt zu stärken ist im Aschhorner Moor bei Stade ein neues Wildnisgebiet geplant. Auf rund 500 Hektar Fläche soll ein Gebiet entstehen, in dem der Torfabbau gestoppt wird, wie die Deutsche Wildtier Stiftung am Mittwoch mitteilte. So sollen sich die Pflanzen- und Tierwelt erholen.
Zum Artikel (Hamburger Abendblatt)


Klimaschutz vs. Bewirtschaftung

Die Arbeitsgemeinschaft Osteland bezeichnet sich selbst als Lobby für die Oste. Damit ist sie auch “Lobby für die Natur und Kulturgüter der Region. Zu den Kulturgütern der Region gehören auch die Findorff-Siedlungen mit ihrer Kulturlandschaft in der Region Gnarrenburg. Vermutlich wird es dieses Kulturgut bald nicht mehr geben. Die Bedeutung der Dörfer als Lebens- und Erholungsraum der Menschen wird nicht mehr wahrgenommen. Dafür haben Moore heute eine große Bedeutung zum Klimaschutz. Ja, man könnte glauben, die Bewirtschaftung der Moore ist für den Klimawandel alleine verantwortlich. Zumindest wenn man die Forderungen bestimmter Politiker und NGOs so hört.” (Johann Steffens)

Kehdinger Moor


Johann Steffens, Ortsvorsteher in Klenkendorf (Ortsteil der Gemeinde Gnarrenburg) und seinerzeit engagiert in der Bürgerinitiative zum Erhalt unserer Moore, macht sich in einem Leserbrief Gedanken zur Problematik von Bewirtschaftung und Renaturierung von Moorgebieten.
Zum Leserbrief


Wenn die Kühe im Moor versinken

Auch in dem Beitrag des Bremervörder Anzeigers ist das Dilemma zwischen der Bewirtschaftung trockengelegter Moorgebiete, bei der klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden, und dem Naturschutz (u.a. Renaturierung von Moorgebieten) Thema.
Zum Artikel


Mit Schneeschuhen im Moor

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege und den Torf- und Humuswerken Gnarrenburg plant die Ökologische NABU-Station Oste Region (ÖNSOR) ehemalige Abtorfungsflächen im Huvenhoopsmoor zu entwickeln.
Bericht im Bremervörder Anzeiger


Wildsträucher statt Thuja

In der Facebook-Gruppe des Kantons Aargau findet sich ein interessanter Beitrag über den ökologischen (Un)Wert von reinen Thuja-Hecken. Dieses Themas hat sich auch der MDR in seiner Sendereihe MDR Garten angenommen.

Wildsträucher statt Thuja


Warum die Thuja-Hecken sterben und wie man sie durch etwas besseres ersetzt:
Die Thuja gehört zu den beliebtesten Heckenpflanzen der Schweiz, doch ihre Tage sind gezählt. Der Klimawandel macht ihr zu schaffen, Krankheiten und Fressfeinde suchen die geschwächten Lebensbäume heim. So bieten viele Thuja-Hecken ein trauriges Bild.
So können Sie eine Thuja-Hecke sinnvoll ersetzen:
Die radikale Lösung: die ganze Hecke entfernen und eine Hecke mit verschiedenen Wildsträuchern pflanzen. Sie brauchen weder Dünger noch Bewässerung und lassen sich einfach zurückschneiden.
Die sanfte Lösung: nur die kranken Sträucher entfernen und ersetzen. Das ermöglicht eine langsame Umstellung, funktioniert allerdings nur dann, wenn die Hecke noch relativ jung ist und die Wurzeln nicht zu sehr ineinander verwachsen sind.
Die kreative Lösung: bei alten Thuja-Hecken können Sie nur die Äste entfernen und die Stämme mit Kletterpflanzen bewachsen lassen. Es eignen sich Efeu, Hopfen, Waldgeissblatt, Waldrebe und diverse Wildrosen.
Achtung beim Ersatz: Im Handel wird noch immer der invasive Kirschlorbeer angeboten. Auch weitere Exoten wie Bambus, Glanzmispel oder Portugiesischer Kirschlorbeer sind keine gute Wahl. Einheimische Sträucher sind pflegeleichter und bieten zudem Nahrung für einheimische Vögel und Insekten.
Immergrüne Einheimische gibt es allerdings nur wenige: Eibe, Wachholder und Stechpalme
Viel grösser ist die Auswahl bei den Sommergrünen. Neben dem hohen ökologischen Wert haben sie den Vorteil, dass sie im Winter Licht in den Garten lassen, im Frühling blühen, im Sommer kompletten Sichtschutz bieten und sich im Herbst attraktiv verfärben.
Sommergrüne einheimische Wildsträucher sind: Feldahorn, Kornelkirsche, Weissdorn, Hainbuche, Felsenbirne, Weide, Wolliger und Gewöhnlicher Schneeball, Wildrose, Pfaffenhütchen, Haselnuss und viele mehr auf floretia.ch.
Mehr Infos zu Klimaschutz und Klimaanpassung im Kanton Aargau finden Sie hier: ag.ch/klimawandel,
Jurapark Aargau, Naturama Aargau, Mission B


Totholz als Lebensraum: Die Benjeshecke

“Eine Benjeshecke ist eine Hecke aus Totholz, die als Zaun, Abtrennung oder Blickfang jedem Garten Charme verleiht und viele Tiere anlockt, die in den Hecken rasten, leben, sich verstecken oder überwintern können.”
Infos zur Benjeshecke, wie man sie anlegt und ggf. begrünt finden Sie auf der Website des NABU Land Hadeln


Schafe und Ziegen_Foto Sarina Pils

Schafe und Ziegen des Hüteschäfers Hehmsoth im Einsatz für den Naturschutz. Foto: ÖNSOR. Sarina Pils

In der PressemitteilungRhader Sand-, Moor- und Heidelandschaft – Schafe und Ziegen im Einsatz für die Jagdgemeinschaft und Gemeinde Rhade” der Ökologischen NABU-Station Oste-Region geht es um das 2019 begonnene Naturschutzprojekt zur Pflege und Entwicklung der Heidebestände durch eine Hütebeweidung mit Schafen und Ziegen.


Zauneidechse

Zauneidechse. Foto: ÖNSOR. Sarina Pils

In einer Pressemitteilung mit dem Titel „Rotenburger SandheldenBingo-Umweltstiftung fördert umfangreiches NABU-Projekt zur Aufwertung von Sandlebensräumen” informiert die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) über die Aktivitäten zum Erhalt der dort inzwischen selten gewordener Arten.


Blühstreifen

Nabu und Landvolk wollen Wegeränder zur Biotopvernetzung nutzen

(www.oste.de) Zum Thema „Straßen- und Wegeränder zur Biotopvernetzung“ hat das Landvolk gemeinsam mit dem NABU Cuxhaven und dem NABU Land Hadeln einen Aufruf an die
Verantwortlichen, die Träger und die Ausführenden der Pflegearbeiten der öffentlichen Wegeränder, initiiert. „Welf Quassowsky als Geschäftsführer des Landvolkes in Otterndorf hatte das Thema stark getrieben, was wir außerordentlich begrüßen,“ erklärt der Nabu-Kreisvorsitzende Martin Behrmann. Hier ein Auszug des Entwurfes:
Trittsteinbiotope und die Vernetzung von Lebensräumen leisten einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Auch im Niedersächsischen Weg wird die Vernetzung von Lebensräumen als ein entscheidender Baustein zur Förderung der Artenvielfalt herausgestellt.
Auch viele Landwirte wollen, zusätzlich zu den Regelungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik und seit kurzem auch zum Niedersächsischen Weg, gerne einen freiwilligen Beitrag leisten. Hierzu legen sie beispielsweise zahlreiche Blühstreifen, Blühflächen oder andere Landschaftselemente an und pflegen diese. Auch Straßen- und Wegeränder oder ungenutzte Freiflächen können einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten. Leider werden diese oft mehrmals pro Jahr großflächig gemulcht, wodurch eine artenarme, gräserdominierte Vegetation entsteht. In den letzten Jahren entstand der Eindruck, dass sich die Intensität noch erhöht. Den wenigen Insekten, die das Überleben, fehlt anschließend jede Möglichkeit sich zurückzuziehen. Landkreise, Kommunen und Straßenmeistereien sollten daher darüber nachdenken, ihre bisherigen Pflegepläne umzustellen und die aus Verkehrssicherungspflicht notwendige Mahd auf das dafür absolut notwendige Maß zu beschränken.
Bei der Pflege von Wegrändern gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich schon viel erreichen.
> Mähen statt mulchen. Mähen ist wesentlich schonender für Insekten und kleine Tiere.
> Wegränder erst ab 15. Juli mähen. Bis dahin haben sich viele Insekten und kleine Tiere vermehrt, Blütenpflanzen und Gräser können sich aussähen.
> Maximal zweimal im Jahr mähen, bzw. Beschränkung auf das aus Sicht der Verkehrssicherungspflicht absolut notwendige Maß. Ideal ist zusätzlich eine zeitlich versetzte wechselseitige oder abschnittsweise Mahd.
> Einzelne Brachen stehen lassen als dauerhaften
Rückzugsraum für Insekten.
> Nicht zu tief mähen. Um bodenlebende Insekten und niedrig wachsende, blühende Kräuter zu schonen, sollte keinesfalls tiefer als mit 10 cm Schnitthöhe gemäht werden.
> Gräben während der Vegetationszeit nicht komplett mulchen. Lediglich an neuralgischen Punkten wie Überfahrten o.ä., an denen sich das Wasser schnell stauen kann.
(Jochen Bölsche)


Schiffsverkehr auf der Elbe

Thema Elbvertiefung


WWF, BUND und NABU haben die folgende Pressemitteilung zur Elbvertiefung herausgegeben:

“Mogelpackung Elbvertiefung: Großer Schaden für die Umwelt – wenig Nutzen für die Wirtschaft
Nur eingeschränkte Freigabe der Fahrrinne / endlose Unterhaltungsbaggerung droht
Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF halten die heute erteilte Teil-Freigabe der Elbvertiefung für einen verkappten Verzweiflungsakt, der gesichtswahrend als Erfolg gefeiert wird. Es ist der Hamburg Port Authority (HPA) und der Bundeswasserstraßenverwaltung (GWDS) nicht gelungen, die komplette Fahrrinnentiefe herzustellen. Ursache dafür sind massive Schwierigkeiten insbesondere im Hamburger Hafen, mit dem hohen Sedimenteintrag fertig zu werden.
Verstärkt durch die abgeschlossene Elbvertiefung fällt deutlich mehr Sediment an als von den Planern vorhergesehen. Bereits im ersten Quartal 2021 wurde mehr als die übliche Jahresdurchschnittsmenge bei Neßsand verbracht. Nur der relativ hohe Oberwasserzufluss zwischen Januar und März 2021 hat dafür gesorgt, dass das Problem nicht noch größer geworden ist.
Weil der Ausbau des Flussbetts den Sedimenttransport nachhaltig negativ verändert hat, gehen die Umweltverbände BUND, NABU und WWF davon aus, dass es in Zukunft nicht möglich sein wird, die planfestgestellten Fahrwassertiefen im Hamburger Hafen dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Befürchtungen, dass durch die Vertiefung und den Ausbau der Unter- und Außenelbe sehr viel mehr Sediment die Elbe stromauf transportiert wird als in den Planunterlagen veranschlagt wurde, bestätigen sich jetzt. Dies wird zu einer deutlichen Zunahme der Unterhaltungsbaggerungen und damit zu einem stetig negativen ökologischen Eingriff in das sensible Tideelbe-System führen.
„Es ist skandalös, dass das Flussökosystem der Elbe massiv und dauerhaft geschädigt wird, und dies ohne absehbaren wirtschaftlichen Nutzen. Sicher ist, dass vielmehr die Unterhaltungskosten für die Freihaltung der Fahrrinne und des Hafens, die jetzt schon bei 150 Mio. Euro pro Jahr liegen, noch weiter zunehmen werden“, so die Prognose der Umweltverbände BUND, NABU und WWF. „Zweifelhafter Nutzen, dauerhafte Mehrkosten und der Verlust wertvoller Naturräume sind eine katastrophale Bilanz für das umstrittene Großprojekt. Die Elbvertiefung stellt sich mit Blick auf die absehbare Umschlagsentwicklung des Hamburger Hafens als unverantwortlich heraus.“
Von den zu Beginn der Elbvertiefungsplanung erwarteten 25 Mio. Standardcontainern pro Jahr ist nicht mehr viel übriggeblieben. In 2020 hat der Hamburger Hafen lediglich 8,5 Mio. Container umgeschlagen. Angesichts globaler Verlagerungen von Transportwegen gehen Experten für Hamburg nur noch von einer geringfügigen Steigerung aus. Als Folge der Ausbaumaßnahmen verliert die Elbe viele ökologisch wertvolle Flachwasserzonen durch Verlandung und veränderte Tidewasserstände. Außerdem verstärkt sich der Sauerstoffmangel im Fluss, die Brut vieler gefährdeter Vogelarten wird vernichtet und europaweit geschützte Lebensräume wie der Tideauwald an den Elbufern werden zerstört.
Für Rückfragen der Presse:
Beatrice Claus – WWF Hamburg, 0151 188 54968
Manfred Braasch – BUND Hamburg, 040 600387 11 oder 0172 408 34 01
Malte Siegert – NABU Hamburg, 0173 937 3241”
https://www.bund-hamburg.de/service/presse/detail/news/mogelpackung-elbvertiefung-grosser-schaden-fuer-die-umwelt-wenig-nutzen-fuer-die-wirtschaft/

https://hamburg.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/elbvertiefung/aktuelles.html

https://www.wwf.de/2021/mai/mogelpackung-elbvertiefung-grosser-schaden-fuer-umwelt-wenig-nutzen-fuer-die-wirtschaft


Weniger Fleischkonsum gut fürs Klima

In ihrer Ausgabe vom 8. April 2021 berichtet die Bremervörder Zeitung (BZ) über eine Studie im Auftrag des WWF zu Essgewohnheiten und deren Auswirkungen auf die Erde.
Zum Artikel


Schutz von Wiesenvögeln

Bereits am 2. Februar 2021 brachte die Süddeutsche Zeitung – SZ den Beitrag aus dem dpa-Newskanal Land will Wiesenvögel besser schützen: EU fördert Projekt. U.a. soll durch Vernässung von Flächen dafür gesorgt werden, dass Wiesenvögeln wie Kiebitzen, Uferschnepfen und Wachtelkönigen Orte zum Brüten geboten werden..

Seitenanfang  Fenster schließen


Veranstaltungen

Filmvorführung im Tister Bauermoor


Tiere im Tister Bauernmoor

Tiere im Tister Bauernmoor
Bernd Herzig, Moorbahnfahrer und Gästeführer beim Verein „Moorbahn Burgsittensen e.V.“, hat aus seinen vielen Video-Aufnahmen die interessantesten Ausschnitte zusammengefasst in einem gut 1-stündigen Film: Tiere im Tister Bauernmoor.
Unendlich viele Stunden verbringt Herzig im Moor und versucht dabei, alles Wichtige mit seiner Kamera einzufangen: z.B. Kraniche zu tausenden beim Einflug ins Moor zur Nachtruhe, beim Brüten mit Brutwechsel, Ersatznachtlager oder im flachen Wasser. Er beobachtete u.a. den Seeadler bei der Jagd auf Gänse und die Kreuzotter beim Sonnen, Wildschweine auf der Flucht durch’s Moor sowie Gänse, Schwäne und Reiher beim morgendlichen Abflug. Er hat Libellen beim Schlüpfen gefilmt und Rehe beim Äsen belauscht.
Die einzigartige, vielfältige Tierwelt im Tister Bauernmoor wird hier naturnah wiedergegeben.
Der Vortrag wird mit persönlichen Erläuterungen ergänzt. Für Fragen steht Bernd Herzig anschließend gerne zur Verfügung. Die erste Veranstaltung fand im Café im „Haus der Natur“ bei der „Moorbahn Burgsittensen“, Hauptstraße 70, 27419 Tiste, am 5. Mai 2022 um 19.00 Uhr statt. Bei Interesse soll diese Vorführung immer am 1. Donnerstag im Monat wiederholt werden.
Eine Anmeldung ist wegen der Begrenzung der Teilnehmerzahl unbedingt erforderlich: Bernd Herzig, Tiste, Tel. 04282/95174, 0172/4217354, mail: herzig-tiste@t-online.de.
Diesen Film zeigt Herzig auch gerne nach Vereinbarung außer Haus bei Versammlungen oder ähnlichen Veranstaltungen.

Bernd Herzig

Links

Downloads

Literatur

Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not … Moorkolonisation im Elbe-Weser-Dreieck Reich bebilderte Zusammenfassung der Vorträge von Dr. Horst Rössler


 

Aschhorner Moor