Grünes Netz Oste – Natur und Umwelt
BUND
Manfred Radtke, BUND Rotenburg
Tel. 0 42 61 / 69 67
manfred.radtke@bund.net
https://rotenburg.bund.net |
06.09.2025
Klimaanpassung endlich konsequent angehen
BUND Rotenburg beschließt zentrale Aufgabe
11. 10.2024
Schädlich für Natur und Gesundheit – BUND lehnt Nutzung von Laubsaugern und Laubbläsern ab und gibt Tipps zur umweltfreundlichen Laubbeseitigung
03.01.2023
Bitte keine Wasservögel füttern!
Der BUND Weser-Elbe bittet Urlauber und Einheimische, auf die Fütterung von Wasservögeln – besonders in Parks und Grünanlagen – zu verzichten, da sie sowohl den Tieren als auch den Gewässern schadet.
BUND-Empfehlung Wasservögel
Vogelfütterung im Garten
ÖNSOR

14.02.2026
Wertvoller Moorlebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten
Naturschutzamt Stade und ÖNSOR werten Moorfläche für bedrohte Lebensgemeinschaften auf.
23.01.2026
Laichbiotop rechtzeitig vor der Saison fertiggestellt
NABU-Station und Flächeneigentümer werten Lebensraum für seltene Arten auf.
12.01.2026
„Fliegende Diamanten“, „Chorknaben“ und „Sandhelden“
NABU Rotenburg und ÖNSOR werten „Libellenbiotop“ für tierische Spezialisten auf.
23.07.2025
Mähen für den Mädesüß-Perlmutterfalter
ÖNSOR, Naturschutzamt und Land Niedersachsen setzen Maßnahmen für seltene Art um.
27.02.2025
Optimierungsmaßnahmen am Oereler See
Samtgemeinde Geestequelle, Gemeinde Oerel und NABU-Station setzen Maßnahmen um.
13.03.2024
Gemeinsam für Kreuzkröte, Uferschwalbe und Co.
NABU setzt erneut Schutzmaßnahmen für seltene Arten in einer Sandgrube bei Bötersen um.
Im Zuge ihres von der Nds. Bingo-Umweltstiftung und dem Land Niedersachsen geförderten Projektes ‚Rotenburger Sandhelden‘ wertet die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) Sandlebensräume für seltene Arten auf. Nun wurden in einer ehemaligen Sandgrube bei Bötersen gemeinsam mit dem Flächeneigentümer und dem NABU Rotenburg verschiedene Maßnahmen, insbesondere zur Förderung von Kreuzkröten und Uferschwalben umgesetzt.
Wüst sieht es aus, nachdem die Bagger durch die stillgelegte Sandgrube bei Bötersen rollten. Ehemals zugewachsene Bereiche sind kargen Sandflächen gewichen. Mitunter sorgt das bei Besuchenden der Beobachtungshütte mit Blick auf dieses Szenario für Verwunderung: Wie soll die Entnahme von Bäumen und Sträuchern dem Naturschutz dienen? „Der Maschineneinsatz im vergangenen Herbst diente insbesondere der stark gefährdeten Kreuzkröte. Aber auch Pionierpflanzenarten, Sandlaufkäfer sowie bodennistende Wildbienen profitieren von den nährstoffarmen sandigen Böden, die durch das Abschieben des Oberbodens freigelegt wurden“ klärt Julian Mattes, wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖNSOR, auf. Die Kreuzkröte war ursprünglich in unseren sandgeprägten Flussauen zu Hause, doch ihre Lebensräume sind heute nahezu vollständig aus unserer Landschaft verschwunden. „Kies- und Sandgruben bieten oft ähnliche Bedingungen und so finden auf Sand angewiesene Arten hier einen Lebensraum aus ‚zweiter Hand‘“, berichtet Julian Mattes, der das Projekt der ÖNSOR umsetzt. „Doch um die geeigneten Bedingungen aufrecht zu halten, müssen diese „Ersatzlebensräume“ alle paar Jahre wieder geöffnet werden“, klärt Amphibienfachmann Mattes weiter auf. „Vor 10 Jahren haben wir auf meinem Grundstück die letzten maschinellen Artenschutzmaßnahmen umgesetzt“, so Hans-Jörg Specht, Naturfreund und Flächeneigentümer der Sandgrube. „Es wurde also höchste Zeit, die Uhr mal wieder ein bisschen zurückzudrehen“, schmunzelt Specht, der es sich nicht nehmen lassen hat, selbst auf den Bagger zu steigen und die Maßnahmen umzusetzen.
Auch Uferschwalben, Eisvögeln und Wildbienen finden in Abbaustätten wichtige Brutplätze. Um Brutmöglichkeiten aufzuwerten, wurde in einer Ehrenamtsaktion mit dem NABU Rotenburg vorhandene Steilwände nachgestochen. Zusätzlich wurden Versteckmöglichkeiten für Amphibien und Reptilien angelegt und die zugewachsene Beobachtungshütte freigestellt. Rund 30 Ehrenamtliche haben sich bei schönstem Sonnenschein an der Aktion beteiligt. „Unsere Ehrenamtlichen sind nach dem Winter wieder hoch motiviert, für den Naturschutz Hand anzulegen“, freut sich Roland Meyer, Vorsitzender des NABU Rotenburg über die rege Teilnahme und die gelungene Aktion. Julian Mattes teilt die Begeisterung und bedankt sich bei allen Beteiligten der Aktion sowie bei Hans-Jörg Specht und Manfred Döbel für den kostenlosen Maschineneinsatz.
26.01.2024
„Orchideenweide“
Gemeinschaftsprojekt des NABU-Bremervörde-Zeven konnte erfolgreich abgeschlossen werden.
In einem Gemeinschaftsvorhaben des NABU-Kreisverband Bremervörde-Zeven, der Stadt Zeven, des Naturschutzamtes Rotenburg und der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR), wurde zur langfristigen Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes „Borstgrasrasen bei Badenstedt“ eine extensive Beweidung mit Gallowayrindern initiiert. Die Umsetzung der Maßnahme wurde durch eine finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode-Lotterie und des Landkreises Rotenburg ermöglicht. Nun konnte das Vorhaben abgeschlossen werden. Die Kooperationspartner ziehen positive Bilanz.
„Das etwa 7 Hektar große Naturschutzgebiet „Borstgrasrasen bei Badenstedt“ mit seinen z.T. seltenen und stark gefährdeten Pflanzenarten, wie Orchideen, Thymian oder Moorlilie ist von landesweiter Bedeutung“, erläutert Dipl. – Ing. Landespfleger Mathias Holsten, Mitarbeiter der Stadt Zeven und verantwortlich für das kommunale Naturschutzgebiet. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem Projekt eine extensive Beweidung initiieren konnten, durch die das Gebiet langfristig offengehalten und weiterentwickelt werden kann“, so Walter Lemmermann, Vorsitzender des NABU Bremervörde-Zeven.
Im Rahmen des Projektes wurden u.a. einige aufgelaufene Gehölze entnommen und Oberboden abgeschoben, um konkurrenzschwache Arten der wertvollen Magerstandorte zu fördern. Weiterhin wurde der alte Stacheldraht abgebaut und ein neuer Weidezaun aufgestellt. Für die Beweidung konnte die Stadt einen Biolandwirt gewinnen, dessen Tiere noch bis vor kurzem auf der Fläche zu beobachten waren. „Die Galloways sollen insbesondere aufkommende Gehölze, Brombeerbestände und andere dominante Pflanzenarten zu Gunsten seltener Arten zurückdrängen“, beschreibt Hannah Kohlhagen, Botanikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖNSOR, den Zweck der Beweidung. „Die Galloways haben auch schon sehr gute Arbeit geleistet“, ergänzt Lisa Reisnauer, Mitarbeiterin des Naturschutzamtes und zuständige Ansprechperson für einen Teil der Schutzgebiete im Landkreis Rotenburg. Auf der Fläche herrscht nun Winterruhe, bis die Galloways im Frühjahr wiederkommen.
22.05.2023
„Auerochsen“ betreiben Landschaftspflege im Huvenhoopsmoor
Tierhalter aus Fahrendahl setzt Auerochsenrückzüchtung für Beweidungsprojekt ein.
Der Auerochse war der Urahn aller Hausrinder. Die heutigen „Auerochsen“ sind Rückzüchtungen [bzw. Abbildzüchtungen (Red.)] dieser schon im 17. Jahrhundert ausgestorbenen ehemals heimischen Wildtierart. Die mit ihren langen Hörnern urtümlich aussehenden Tiere, tragen nicht nur zur Schutzgebietsentwicklung bei, sondern stellen auch eine Attraktion für Sparziergänger entlang des Wanderweges am Huvenhoopsmoor dar.
Um Landkreis- und Landesflächen im Naturschutzgebiet „Huvenhoopsmoor“ zu entwickeln, werden dort seit Anfang April Auerochsen eingesetzt. Nachdem hier im August 2019 ein Highland-Rind von Wölfen gerissen wurde, erfolgte eine „Weidepause“. Die Flächen wurden übergangsweise als Mähwiesen genutzt, um die Flächen offenzuhalten. Nun soll ein Herdenschutzzaun die Weidetiere vor Wolfsübergriffen schützen.
15.05.2023
Schutzmaßnahmen für den Feuersalamander im Braken
ÖNSOR hofft auf Unterstützung für den seltenen Lurch
Schon seit drei Jahren stellt die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Harsefeld, dem Naturschutzamt Stade, Anwohnern und ehrenamtlichen Helfern im Frühjahr einen mobilen Amphibienschutzzaun im Braken auf.
Der Zaun soll den seltenen Feuersalamander vor dem Verkehrstod bewahren. Nun planen die Kooperationspartner den Bau einer stationären Amphibienleiteinrichtung, um den Feuersalamander effektiv zu schützen.
„Das Naturschutzgebiet „Braken“ bei Harsefeld beherbergt eine der wenigen Vorkommen des Feuersalamanders im Landkreis,“ freut sich Arne Riedel von den Niedersächsischen Landesforsten und Leiter des Forstamtes in Harsefeld, über das Vorkommen des seltenen Lurchs. „Damit haben wir aber auch eine besondere Verantwortung für diese Art“, ergänzt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes in Stade. Der Braken ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das von zahlreichen Radfahrern, Spaziergängern und Naturliebhabern aufgesucht wird. „Das führt leider dazu, dass der Feuersalamander beim Queren der Wege, trotz seiner „Warnweste“ übersehen und versehentlich plattgefahren oder totgetreten wird“, beschreibt Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR, das Problem. Aus diesem Grund stellen die Kooperationspartner mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern seit ein paar Jahren einen mobilen Amphibienschutzzaun zur Hauptwanderungszeit auf. Der Amphibienschutzzaun wird täglich kontrolliert und die Maßnahme fachlich begleitet.
„Leider mussten wir dabei feststellen, dass der Hauptweg in diesem Abschnitt nicht nur während der Frühjahrsaktivitäten, sondern in der kompletten Aktivitätszeit von den Salamandern genutzt werden. Sie sind damit fast ganzjährig der Gefahr des Verkehrstods ausgesetzt“, bedauert Hauke Klattenberg, Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten und Ansprechpartner für Waldökologie und Waldnaturschutz. Die Kooperationspartner planen deshalb den Bau einer stationären Kleintier- und Amphibienschutzeinrichtung, um den Feuersalamander effektiv zu schützen. Doch der Bau dieser professionellen Einrichtung durch eine Fachfirma ist extrem teuer. Für den ersten Bauabschnitt erhielt die ÖNSOR nun eine finanzielle Förderung der Deutschen Postcode Lotterie. Auch der Landkreis Stade, die Niedersächsischen Landesforsten und der NABU Bundesverband haben Ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Auch ein Spendenaufruf über das Spendenportal der Sparkassen-Finanzgruppe „WirWunder“, einem Kooperationsvorhaben der Sparkassen und der gemeinnützigen Organisation betterplace.org sei eingerichtet. Weitere Informationen sind unter folgendem Link zu finden: https://www.betterplace.org/de/projects/135672 Die ÖNSOR bedankt sich bei allen bisherigen Unterstützern und hofft auf weitere finanzielle Mittel, um den Feuersalamander zu schützen.
Thema Schottergarten
Auch wenn es Argumente für einen Schottergarten gibt, überwiegen doch die negativen Auswirkungen einer solchen (Vor)Gartengestaltung. Daher haben verschiedene Bundesländer zum Schutz von Insekten und zum Erhalt der Artenvielfalt Schottergärten bereits verboten, in anderen wird über ein Verbot nachgedacht (In welchen Bundesländern Schottergärten verboten sind).
Negativbeispiele sind u.a. auf der Facebook-Seite „Gärten des Grauens“ zu finden, auf der täglich neue Prachtstücke vorgestellt werden, begleitet von lustigen oder satirischen Texten.
Der NABU informiert in seinem Beitrag Der Schottergarten – Negativtrend mit ökologischen Folgen sachlich über die ökologischen Nachteile von Kies- oder Schottergärten. Zudem werden Alternativen aufgezeigt:
Schottergarten abmildern – So kommt wieder mehr Natur ins Beet
Pflegeleichte Gärten – Alternativen zu Schotter & Co. Lebendig und schön statt steinig und trist
Pflanzen statt Schotter – Ideen für vielfältige und pflegeleichte Vorgärten
04.01.2024
BUND begrüßt Ergänzung des Klimagesetzes – Entsiegelungskataster: Ende der Schottergärten in Sicht
„Der BUND Rotenburg begrüßt die Neuregelung des Nds. Klimagesetzes. Jede Gemeinde, die nicht Mitglied einer Samtgemeinde ist, sowie jede Samtgemeinde muss bis zum 31. Dezember 2026 ermitteln und erfassen, für welche Flächen ihres Gebietes die Möglichkeit zur Entsiegelung besteht. Die Erfassung erfolgt in einem vom Land zu diesem Zweck elektronisch bereitgestellten Entsiegelungskataster. Das Kataster muss fortlaufend ergänzt werden.“ So Manfred Radtke von der Rotenburger Kreisgruppe.
Um die Gemeinden zu unterstützen, stellt das Land jeder Gemeinde und jeder Samtgemeinde ab 2026 jährlich Mittel zur Verfügung. Und zwar bis zu einem Zwölftel einer Vollzeitpersonalstelle der Entgeltgruppe 8 TVöD. Radtke: „Durch das Entsiegelungskataster wird die Grundlage geliefert, dass Schottergärten und versiegelte Flächen zwar nicht sofort, aber in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören werden. Der BUND Rotenburg empfiehlt daher allen Eigentümern, ab sofort auf das Anlegen von versiegelten Flächen zu verzichten. Ein Rückbau wird in der Regel sehr teuer werden.“
Thema Vogelschutz
20.12.2025
Storchenrekord im Landkreis Stade
Erstmals seit über 60 Jahren waren wieder mehr als 100 Storchennester im Kreisgebiet besetzt. „Ein neuer Rekord“, sagt Gert Dahms, Storchenbetreuer im Landkreis Stade. Insgesamt waren in 2025 107 Nester besetzt. Die Bestandserhebungen von Dahms zeigen auch, dass davon 79 Storchenpaare erfolgreich gebrütet haben. 140 Jungvögel wurden flügge.
Interessanterweise brüten ein Drittel aller Storchenpaare entlang der Oste. Dort finden die Altvögel genügend Nahrung für ihre Jungen. Allein in Brobergen sind sechs Nester zu finden. An drei Standorten davon siedelten sich die Störche neu an. Drochtersen ist allerdings mit elf Nestern die storchenreichste Gemeinde im Landkreis. Dort, in der Nähe der Elbe, kam es zu einer Neuansiedlung. Die anderen zehn Niststandorte waren bereits seit einigen Jahren besetzt.
„Störche sind vor allem ihrem Nest treu, weniger dem Partner“, erklärt Dahms. „Denn obwohl es im Kreisgebiet diverse unbesetzte Nisthilfen gibt, kommt es an den ‚beliebten‘ Neststandorten immer wieder zu Storchenkämpfen.“
Aktuell befinden sich die Störche in ihren Überwinterungsgebieten in Afrika. Allerdings gibt es mittlerweile viele Störche, die nicht so weit fliegen. Sie überwintern in Spanien oder Portugal. Von einem Storch, der 2017 in der Schweiz in Porrentruy besendert wurde, sind alle Zugdaten auf einer Karte nachvollziehbar. Der Storch „Porrentruy“ brütet seit einigen Jahren im Landkreis Stade und verbringt aktuell seinen Winter in Zentralspanien. Sein Standort ist taggenau auf einer eigens eingerichteten Internetseite nachzuverfolgen. Dahms: „Hoffentlich brütet er im kommenden Jahr wieder bei uns im Kreisgebiet.“
Alle Niststandorte im Kreisgebiet und weitere spannende Informationen zum Weißstorch finden Interessierte auf der Internetseite des Landkreises Stade.
Kraniche mit Markierung bitte melden!
Einige Kraniche haben an den Beinen farbliche Markierungen, die gut zu sehen sind. Das sind Farbkombinationen, die eine bestimmte Bedeutung haben und nach denen die Tiere identifizierbar sind. Das heißt, wenn man einen Kranich mit Markierung sieht, soll man die Beobachtung melden. Alle Infos dazu auf https://www.kraniche.de/de/beringung.html.
Schutz von Wiesenvögeln
Bereits am 2. Februar 2021 brachte die Süddeutsche Zeitung – SZ den Beitrag aus dem dpa-Newskanal Land will Wiesenvögel besser schützen: EU fördert Projekt. U.a. soll durch Vernässung von Flächen dafür gesorgt werden, dass Wiesenvögeln wie Kiebitzen, Uferschnepfen und Wachtelkönigen Orte zum Brüten geboten werden..
Thema Moore
Moor bei Stade wird zum Wildnisgebiet
Um die Natur und biologische Vielfalt zu stärken ist im Aschhorner Moor bei Stade ein neues Wildnisgebiet geplant. Auf rund 500 Hektar Fläche soll ein Gebiet entstehen, in dem der Torfabbau gestoppt wird, wie die Deutsche Wildtier Stiftung am Mittwoch mitteilte. So sollen sich die Pflanzen- und Tierwelt erholen.
Klimaschutz vs. Bewirtschaftung
Kein Lebensraum an Land speichert mehr Kohlenstoff als nasse Moore. Umgekehrt setzen entwässerte Moore enorme Mengen an Kohlendioxid frei.
Die Arbeitsgemeinschaft Osteland bezeichnet sich selbst als Lobby für die Oste. Damit ist sie auch “Lobby für die Natur und Kulturgüter der Region. Zu den Kulturgütern der Region gehören auch die Findorff-Siedlungen mit ihrer Kulturlandschaft in der Region Gnarrenburg. Vermutlich wird es dieses Kulturgut bald nicht mehr geben. Die Bedeutung der Dörfer als Lebens- und Erholungsraum der Menschen wird nicht mehr wahrgenommen. Dafür haben Moore heute eine große Bedeutung zum Klimaschutz. Ja, man könnte glauben, die Bewirtschaftung der Moore ist für den Klimawandel alleine verantwortlich. Zumindest wenn man die Forderungen bestimmter Politiker und NGOs so hört.” (Johann Steffens)
Mit Schneeschuhen im Moor
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege und den Torf- und Humuswerken Gnarrenburg plant die Ökologische NABU-Station Oste Region (ÖNSOR) ehemalige Abtorfungsflächen im Huvenhoopsmoor zu entwickeln.
Bericht im Bremervörder Anzeiger
Thema Sträucher und Hecken
Wildsträucher statt Thuja
In der Facebook-Gruppe des Kantons Aargau findet sich ein interessanter Beitrag über den ökologischen (Un)Wert von reinen Thuja-Hecken. Dieses Themas hat sich auch der MDR in seiner Sendereihe MDR Garten (im Suchfeld “Thuja” eingeben) angenommen.
Warum die Thuja-Hecken sterben und wie man sie durch etwas besseres ersetzt:
Die Thuja gehört zu den beliebtesten Heckenpflanzen der Schweiz, doch ihre Tage sind gezählt. Der Klimawandel macht ihr zu schaffen, Krankheiten und Fressfeinde suchen die geschwächten Lebensbäume heim. So bieten viele Thuja-Hecken ein trauriges Bild.
So können Sie eine Thuja-Hecke sinnvoll ersetzen:
Die radikale Lösung: die ganze Hecke entfernen und eine Hecke mit verschiedenen Wildsträuchern pflanzen. Sie brauchen weder Dünger noch Bewässerung und lassen sich einfach zurückschneiden.
Die sanfte Lösung: nur die kranken Sträucher entfernen und ersetzen. Das ermöglicht eine langsame Umstellung, funktioniert allerdings nur dann, wenn die Hecke noch relativ jung ist und die Wurzeln nicht zu sehr ineinander verwachsen sind.
Die kreative Lösung: bei alten Thuja-Hecken können Sie nur die Äste entfernen und die Stämme mit Kletterpflanzen bewachsen lassen. Es eignen sich Efeu, Hopfen, Waldgeissblatt, Waldrebe und diverse Wildrosen.
Achtung beim Ersatz: Im Handel wird noch immer der invasive Kirschlorbeer angeboten. Auch weitere Exoten wie Bambus, Glanzmispel oder Portugiesischer Kirschlorbeer sind keine gute Wahl. Einheimische Sträucher sind pflegeleichter und bieten zudem Nahrung für einheimische Vögel und Insekten.
Immergrüne Einheimische gibt es allerdings nur wenige: Eibe, Wachholder und Stechpalme.
Viel grösser ist die Auswahl bei den Sommergrünen. Neben dem hohen ökologischen Wert haben sie den Vorteil, dass sie im Winter Licht in den Garten lassen, im Frühling blühen, im Sommer kompletten Sichtschutz bieten und sich im Herbst attraktiv verfärben.
Sommergrüne einheimische Wildsträucher sind: Feldahorn, Kornelkirsche, Weissdorn, Hainbuche, Felsenbirne, Weide, Wolliger und Gewöhnlicher Schneeball, Wildrose, Pfaffenhütchen, Haselnuss und viele mehr auf floretia.ch.
Mehr Infos zu Klimaschutz und Klimaanpassung im Kanton Aargau finden Sie hier: ag.ch/klimawandel,
Jurapark Aargau, Naturama Aargau, Mission B
Totholz als Lebensraum: Die Benjeshecke
“Eine Benjeshecke ist eine Hecke aus Totholz, die als Zaun, Abtrennung oder Blickfang jedem Garten Charme verleiht und viele Tiere anlockt, die in den Hecken rasten, leben, sich verstecken oder überwintern können.”
Infos zur Benjeshecke, wie man sie anlegt und ggf. begrünt finden Sie auf der Website des NABU Land Hadeln
Nabu und Landvolk wollen Wegeränder zur Biotopvernetzung nutzen
(www.oste.de) Zum Thema „Straßen- und Wegeränder zur Biotopvernetzung“ hat das Landvolk gemeinsam mit dem NABU Cuxhaven und dem NABU Land Hadeln einen Aufruf an die Verantwortlichen, die Träger und die Ausführenden der Pflegearbeiten der öffentlichen Wegeränder, initiiert. „Welf Quassowsky als Geschäftsführer des Landvolkes in Otterndorf hatte das Thema stark getrieben, was wir außerordentlich begrüßen,“ erklärt der Nabu-Kreisvorsitzende Martin Behrmann. Hier ein Auszug des Entwurfes:
Trittsteinbiotope und die Vernetzung von Lebensräumen leisten einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Auch im Niedersächsischen Weg wird die Vernetzung von Lebensräumen als ein entscheidender Baustein zur Förderung der Artenvielfalt herausgestellt.
Auch viele Landwirte wollen, zusätzlich zu den Regelungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik und seit kurzem auch zum Niedersächsischen Weg, gerne einen freiwilligen Beitrag leisten. Hierzu legen sie beispielsweise zahlreiche Blühstreifen, Blühflächen oder andere Landschaftselemente an und pflegen diese.
Auch Straßen- und Wegeränder oder ungenutzte Freiflächen können einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten. Leider werden diese oft mehrmals pro Jahr großflächig gemulcht, wodurch eine artenarme, gräserdominierte Vegetation entsteht. In den letzten Jahren entstand der Eindruck, dass sich die Intensität noch erhöht. Den wenigen Insekten, die das Überleben, fehlt anschließend jede Möglichkeit sich zurückzuziehen.
Landkreise, Kommunen und Straßenmeistereien sollten daher darüber nachdenken, ihre bisherigen Pflegepläne umzustellen und die aus Verkehrssicherungspflicht notwendige Mahd auf das dafür absolut notwendige Maß zu beschränken. Bei der Pflege von Wegrändern gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich schon viel erreichen.
— Mähen statt mulchen. Mähen ist wesentlich schonender für Insekten und kleine Tiere.
— Wegränder erst ab 15. Juli mähen. Bis dahin haben sich viele Insekten und kleine
Tiere vermehrt, Blütenpflanzen und Gräser können sich aussähen.
— Maximal zweimal im Jahr mähen, bzw. Beschränkung auf das aus Sicht der
Verkehrssicherungspflicht absolut notwendige Maß.
Ideal ist zusätzlich eine zeitlich versetzte wechselseitige oder abschnittsweise Mahd.
— Einzelne Brachen stehen lassen als dauerhaften Rückzugsraum für Insekten.
— Nicht zu tief mähen. Um bodenlebende Insekten und niedrig wachsende, blühende Kräuter zu schonen, sollte keinesfalls tiefer als mit 10 cm Schnitthöhe gemäht werden.
— Gräben während der Vegetationszeit nicht komplett mulchen. Lediglich an neuralgischen Punkten wie Überfahrten o.ä., an denen sich das Wasser schnell stauen kann.
(Jochen Bölsche)
Thema Elbvertiefung
Pressemitteilung zur Elbvertiefung von WWF, BUND und NABU
“Mogelpackung Elbvertiefung: Großer Schaden für die Umwelt – wenig Nutzen für die Wirtschaft
Nur eingeschränkte Freigabe der Fahrrinne / endlose Unterhaltungsbaggerung droht
Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF halten die heute erteilte Teil-Freigabe der Elbvertiefung für einen verkappten Verzweiflungsakt, der gesichtswahrend als Erfolg gefeiert wird. Es ist der Hamburg Port Authority (HPA) und der Bundeswasserstraßenverwaltung (GWDS) nicht gelungen, die komplette Fahrrinnentiefe herzustellen. Ursache dafür sind massive Schwierigkeiten insbesondere im Hamburger Hafen, mit dem hohen Sedimenteintrag fertig zu werden.
Verstärkt durch die abgeschlossene Elbvertiefung fällt deutlich mehr Sediment an als von den Planern vorhergesehen. Bereits im ersten Quartal 2021 wurde mehr als die übliche Jahresdurchschnittsmenge bei Neßsand verbracht. Nur der relativ hohe Oberwasserzufluss zwischen Januar und März 2021 hat dafür gesorgt, dass das Problem nicht noch größer geworden ist.
Weil der Ausbau des Flussbetts den Sedimenttransport nachhaltig negativ verändert hat, gehen die Umweltverbände BUND, NABU und WWF davon aus, dass es in Zukunft nicht möglich sein wird, die planfestgestellten Fahrwassertiefen im Hamburger Hafen dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Befürchtungen, dass durch die Vertiefung und den Ausbau der Unter- und Außenelbe sehr viel mehr Sediment die Elbe stromauf transportiert wird als in den Planunterlagen veranschlagt wurde, bestätigen sich jetzt. Dies wird zu einer deutlichen Zunahme der Unterhaltungsbaggerungen und damit zu einem stetig negativen ökologischen Eingriff in das sensible Tideelbe-System führen.
„Es ist skandalös, dass das Flussökosystem der Elbe massiv und dauerhaft geschädigt wird, und dies ohne absehbaren wirtschaftlichen Nutzen. Sicher ist, dass vielmehr die Unterhaltungskosten für die Freihaltung der Fahrrinne und des Hafens, die jetzt schon bei 150 Mio. Euro pro Jahr liegen, noch weiter zunehmen werden“, so die Prognose der Umweltverbände BUND, NABU und WWF. „Zweifelhafter Nutzen, dauerhafte Mehrkosten und der Verlust wertvoller Naturräume sind eine katastrophale Bilanz für das umstrittene Großprojekt. Die Elbvertiefung stellt sich mit Blick auf die absehbare Umschlagsentwicklung des Hamburger Hafens als unverantwortlich heraus.“
Von den zu Beginn der Elbvertiefungsplanung erwarteten 25 Mio. Standardcontainern pro Jahr ist nicht mehr viel übriggeblieben. In 2020 hat der Hamburger Hafen lediglich 8,5 Mio. Container umgeschlagen. Angesichts globaler Verlagerungen von Transportwegen gehen Experten für Hamburg nur noch von einer geringfügigen Steigerung aus. Als Folge der Ausbaumaßnahmen verliert die Elbe viele ökologisch wertvolle Flachwasserzonen durch Verlandung und veränderte Tidewasserstände. Außerdem verstärkt sich der Sauerstoffmangel im Fluss, die Brut vieler gefährdeter Vogelarten wird vernichtet und europaweit geschützte Lebensräume wie der Tideauwald an den Elbufern werden zerstört.
Für Rückfragen der Presse:
Beatrice Claus – WWF Hamburg, 01 51 / 18 85 49 68
Manfred Braasch – BUND Hamburg, 0 40 / 60 03 87 11 oder 01 72 / 40 83 401
Malte Siegert – NABU Hamburg, 01 73 / 93 73 241”
https://www.bund-hamburg.de/service/presse/detail/news/mogelpackung-elbvertiefung-grosser-schaden-fuer-die-umwelt-wenig-nutzen-fuer-die-wirtschaft/
https://hamburg.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/elbvertiefung/aktuelles.html
Thema Klima
Weniger Fleischkonsum gut fürs Klima
In ihrer Ausgabe vom 8. April 2021 berichtet die Bremervörder Zeitung (BZ) über eine Studie im Auftrag des WWF zu Essgewohnheiten und deren Auswirkungen auf die Erde.
Zum Artikel
Mädesüß-Perlmutterfalter | Foto: © H.-B. Schikora
Mahd mit dem Stachelwalzenbalkenmäher | Foto: ÖNSOR
Kontrolle eines Fledermauswinterquartiers | Foto: © Lothar Bach
Blick auf den Oereler See nach Umsetzung der Optimierungsarbeiten | Bildautor: J. Mattes, ÖNSOR
Dr. Hans-Bert Schikora erkundet mit Teilnehmern des int. Jugendworkcamps die Torfmächtigkeit im Esseler Moor.
Auch das Braune Langohr, eine typische Waldfledermaus, ist im Beverner Wald beheimatet. | Foto: © NABU/Grimmberger
Rauhautfledermaus auf der Jagd nach Insekten | Foto: © Christian Giese
Teilnehmer des Internationalen Jugendworkcamps 2023 vom NABU
Jugendworkcamp 2023 | Fotos: © ÖNSOR, S. Pils
Gallowayrinder im Einsatz im Schutzgebiet bei Volkensen.
Feuersalamander im Braken | Foto: © ÖNSOR, S. Pils
Kooperationspartner vor dem mobilen Amphibienzaun. Von links Dr. Uwe Andreas, Leiter Naturschutzamt, Arne Riedel, Leiter Forstamt Harsefeld, Sarina Pils, Leiterin ÖNSOR | Foto:© NLF, H. Klattenberg
Bagger Pflegemaßnahmen in der Sandgrube bei Bötersen. © Foto J. Mattes, ÖNSOR
Die Sandgrube in Bötersen bietet Pionierarten wie der Kreuzkröte in Zukunft wieder geeignete Fortpflanzungsbedingungen. © Foto J. Mattes, ÖNSOR
Ehrenamtliche des NABU Rotenburg beim Nachstechen einer Steilwand für Uferschwalben und den Eisvogel. © Foto J. Mattes, ÖNSOR
Gefleckte Fingerwurz im Naturschutzgebiet „Borstgrasrasen bei Badenstedt” | Foto: © ÖNSOR, H. Kohlhagen
Fruchtstände der schützenswerten Wollgras-Flur im Naturschutzgebiet Swatte Flag
Zauneidechsen-Paar. Die Flanken des Männchens zeigen die charakteristische Grünfärbung. | Foto: © W. Mayer /NABU
Ehrenamtliche beim Einsatz in einem wertvollen Verlandungsbereich im NSG Swatte Flag | Foto: © ÖNSOR, H. Kohlhagen
Auerochsen pflegen Naturschutzgebiet. | Foto: © S. Krümpelmann
Blühendes Lungenkraut (Pulmonaria obscura) im Braken | Foto: © Hannah Kohlhagen, ÖNSOR
Teppich des gelb-grünen Milzkrauts (Chrysosplenium alternifolium) im Braken | Foto: © Hannah Kohlhagen, ÖNSOR
Fruchtende Moosbeere | Foto: © Hannah Kohlhagen, ÖNSOR
Männchen des in Niedersachsen vom Aussterben bedrohten Hochmoor-Bläulings beim Besuch an Glocken-Heide. Sein Überleben hängt vom konsequenten Schutz unserer verbliebenen Moore ab! | Foto: © Dr. Hans-Bert Schikora
Schafe und Ziegen des Hüteschäfers Hehmsoth im Einsatz für den Naturschutz | Foto: © ÖNSOR. Sarina Pils
