Osten Schwebefaehre
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Weltkulturerbe Schwebefähren

Die Geschichte der Schwebefähren ist eng verbunden mit der AG Osteland. Weltweit existierten einmal rund 20 Schwebefähren. Die beiden einzigen noch existierenden deutschen Schwebefähren fahren in Rendsburg/Osterrönfeld (die dortige Fähre wird nach einem schweren Unfall im Jahre 2016 bis 2020 wieder instand gesetzt) und in Osten-Hemmoor. In Kiel stand von 1910 – 1923 die dritte der drei deutschen Schwebefähren. Diese drei Standorte verbindet die Deutsche Fährstraße.

Heute sind nur noch neun Schwebefähren weltweit erhalten und davon nur noch sieben in Betrieb (in Bilbao, Rendsburg, Rochefort, Buenos Aires, Warrington, Osten, Newport, Middlesbrough). Die älteste, und damit »Mutter aller Schwebefähren« weltweit ist die Puente de Vizcaya in Spanien / Bilbao. Ihr Status als Weltkulturerbe wurde 2006 von der UNESCO anerkannt.

Die älteste deutsche Schwebefähre befindet sich in Osten–Hemmoor. Sie wurde 1909 in Betrieb genommen. Nachdem die Brücke bei Osten für die Bundesstraße 495 am 30. Mai 1974 für den Verkehr freigegeben war, wurde am Tage darauf die Fähre für den öffentlichen Verkehr stillgelegt. 1975 übernahm der Kreis Land Hadeln die Schwebefähre in sein Eigentum. In den Jahren 1975/76 wurde das Fährgerüst überholt (Sandstrahlung und neuer Farbanstrich).

Am 17. Oktober 1975 wurde die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten von 47 Personen im “Fährkrug” als Verein gegründet. Bis 2001 war die Fähre für touristische Zwecke weiterhin in Betrieb, als eine erneute Stilllegung wegen erheblicher Mängel am Traggerüst und der Technik erfolgen musste.

Das nachdrückliche Engagement der AG Osteland für den Erhalt und die Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre Osten-Hemmoor trug wesentlich dazu bei, dass deren sehr hohe denkmalpflegerische Bedeutung auf breiter Ebene wahrgenommen wurde. Die Anerkennung als Denkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung führte dazu, dass die erforderlichen erheblichen Finanzmittel für die Restaurierungsmaßnahme von ca. 1,1 Millionen Euro letztendlich durch staatliche Mittel und ein beachtliches Spendenaufkommen privater Institutionen und Personen erreicht werden konnte.

2006 wurde die Sanierung abgeschlossen, und es werden seitdem mit der Schwebefähre wieder touristische Fahrten durchgeführt. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel und zum Wahrzeichen der Region des Ostelandes und der Deutschen Fährstraße geworden.

2009 zeichnete die Bundesingenieurkammer die Schwebefähre als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland aus.

Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre kümmert sich um den Erhalt und Betrieb der Schwebefähre und hält den Betrieb täglich von April bis Oktober ehrenamtlich aufrecht. Der erste Vorsitzende des Vereins ist AG Osteland-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Brinkmann.

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